Callboy Stefan: Leidenschaft auf Bestellung

 

Perlender Sekt, anregendes Ambiente, ein attraktiver Mann – perfekte Voraussetzungen für einen leidenschaftlichen Abend. Dafür bezahlen? Warum eigentlich nicht!?

Callboy – das klingt irgendwie verwegen. Wir denken an Richard Gere in „Ein Mann für gewisse Stunden“ und stellen uns einen fantastischen Abend vor, an dem es nur um unsere Bedürfnisse geht. Der Haken: Wir müssten für etwas bezahlen, was die meisten von uns gratis haben könnten, wenn sie es darauf anlegen. Aber kann man einen Callboy wirklich mit einem in der Bar „abgeschleppten“ Typen vergleichen? Callboy Stefan erzählt von seinem Job und verrät, wie ein Date mit ihm verlaufen kann.

Frauen haben andere Bedürfnisse

Frauen sind meist anders gestrickt als Männer – das ist keine Neuigkeit. Stefan kann das auf jeden Fall bestätigen: „Frauen haben einfach andere Bedürfnisse. Männern, die für Sex bezahlen, geht es meist vordergründig um schnelle Befriedigung. Für Frauen gehört ein wenig mehr dazu“, erzählt er. „Noch nie hat mich eine Frau nur für ein oder zwei Stunden gebucht. Drei Stunden sind das absolute Minimum – meist dauert unser Date allerdings noch um einiges länger.“ Der erste Kontakt mit dem Callboy erfolgt in der Regel per E-Mail, allerdings gibt es vor einer gemeinsamen „Verabredung“ mindestens ein Telefonat. „Am Telefon bekommt man schon ein gewisses Gefühl für sein Gegenüber und kann den anderen doch besser einschätzen als nur per Mail. Darauf lege ich großen Wert“, erklärt Stefan.

Ein besonderer Liebesdienst

Ist ein Treffen fest vereinbart, wird im Vorfeld das Honorar überwiesen – schließlich soll nicht der Gedanke an Geld die prickelnde Stimmung des Abends stören. Auch spezielle Wünsche und Erwartungen werden schon vorher besprochen. Seine Kundinnen empfängt der Callboy am liebsten bei sich. „Dort habe ich eine besondere Atmosphäre geschaffen, die ich für wichtig halte. Bei einem Treffen in einem Hotel ist das Zimmer unpersönlich und bietet nicht unbedingt einen reizvollen Rahmen für aufregende Stunden zu zweit“, erzählt er.

Wie bei einem richtigen Date

„Zur Einstimmung gibt es als erstes ein Glas Prosecco oder Wein, dann beschnuppert man sich ein bisschen und schaut, ob es passt. Von beiden Seiten“, berichtet er weiter. „Je nach Wunsch der Dame kann dann auch noch ein Essen auf dem Programm stehen.“ Auf jeden Fall wird bei seinen „Liebesterminen“ viel geredet. „Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Frauen zuerst einfach erzählen möchten oder anders gesagt: Am Anfang steht mentale Aufbauarbeit“, schmunzelt er. „Also ganz wie bei richtigen Dates. Da möchten Frauen doch auch erst umworben werden, ehe es zur Sache geht.“

Lust und Leidenschaft

Im Gespräch kommt man sich näher, der Übergang zum körperlichen Kontakt kann aus einer sanften Massage bestehen. Stefan lässt sich voll und ganz auf seine Kundinnen ein. Als erfahrener Liebhaber weiß er, was Frauen gefällt und wie er ihre Lust entfachen kann. Doch wie ist es bei ihm? Hat er Spaß dabei oder ist es für ihn doch nur ein Job? „Ein Gentleman genießt und schweigt“, erwidert er mit einem charmanten Lächeln, das allerdings deutlich zeigt, dass er seine Pflichten mit Leidenschaft – im wahrsten Sinne des Wortes – erfüllt.

Einmal und immer wieder

Dass er einen guten Job macht, beweist die Tatsache, dass die meisten seiner Kundinnen wiederkommen. „Ich habe viele Stammkundinnen, die mich regelmäßig buchen. Die eine oder andere auch mal eine ganze Nacht – oder in Ausnahmefällen mehrere Nächte“, erzählt der Frauenverwöhner. Die Beweggründe seiner Kundinnen, für eine Liebesnacht zu bezahlen, sind vielfältig. „Die Damen kommen aus ganz unterschiedlichen Gründen zu mir. Einige sind die vernachlässigten Ehefrauen, die wieder ein wenig Leidenschaft in ihrem Leben haben möchten. Andere sind Single und wollen einfach unkomplizierten und vor allem verpflichtungsfreien Sex. Und dann gibt es natürlich auch Paare, die mich buchen, weil sie neue Impulse oder einen Kick für ihr Liebesleben suchen“, beschreibt er seine Zielgruppe.

Immer seinen Mann stehen

Ein Callboy kann immer – wirklich? Stefan lacht bei der Frage: „Natürlich bin ich auch nur ein Mann. Aber ich habe selten Probleme mit meiner Standfestigkeit. Sicherlich ist dann und wann – wenn die Stimmung es einfach nicht so hergibt – ein wenig Kopfkino notwendig. Doch das ist eher die Ausnahme. Ich sehe es ganz entspannt. Sollte es wirklich einmal gar nicht funktionieren, gibt es doch zum Glück auch noch andere Wege, eine Frau zu verwöhnen“, fügt er hinzu.

 

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